RANA - Büro für Ökologie und Naturschutz Frank Meyer

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RANA-Projektsteckbrief

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Managementplan für das FFH-Gebiet 204
„Döllnitz und Mutzschener Wasser“

Laufzeit

2006-2008

Auftraggeber

Freistaat Sachsen, vertreten durch das Regierungspräsidium Leipzig, Umweltfachbereich

Gebietscharakteristik / Projektinhalte

1338 ha großes langgestrecktes Gebiet von Riesa an der Elbe bis Trebsen an der Mulde bestehend aus 3 Teilgebieten in den Landkreisen Torgau-Oschatz, Muldentalkreis und Riesa-Großenhain (Sachsen), ca. 45 % (603 ha) Grünland, 25 % (336 ha) Wälder und Forsten, Fließgewässerlänge insgesamt ca. 24,2 km, Gewässerlauf von Döllnitz überwiegend stark verändert, naturfern; Mutzschener Wasser außerhalb von Ortschaften gering, innerhalb stark verändert

Flächenkonkrete Erfassung der LRT- und LRT-Entwicklungsflächen und der Anhang-II-Arten-Habitatflächen sowie Bewertung von deren aktuellem Erhaltungszustand; Ableitung von Erhaltungs- und Entwicklungsmaßnahmen sowie Abstimmung ihrer Umsetzung mit den Flächennutzern

Aktueller Nachweis von 9 FFH-Lebensraumtypen; das Gebiet besitzt landesweite Bedeutung für den prioritären LRT 91E0* - Erlen-Eschen- und Weichholzauenwälder mit aktuell 77,4 ha (39 Teilflächen), daneben auch für die LRT 9110 - Hainsimsen-Buchenwälder, 9160 - Sternmieren-Eichen-Hainbuchenwälder und 9170 - Labkraut-Eichen-Hainbuchenwald; weiterhin bedeutsam sind die LRT 6510 - Flachland-Mähwiesen, 3260 - Fließgewässer mit Unterwasservegetation und 91F0 - Hartholzauenwälder

6 aktuell nachgewiesene Arten des Anhangs II: Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Glaucopsyche nausithous), Eremit* (Osmoderma eremita), Kammmolch (Triturus cristatus), Mopsfledermaus (Barbastella barbastellus), Fischotter (Lutra lutra) und Biber (Castor fiber); Entwicklungspotential für weitere Arten wie Heldbock (Cerambyx cerdo), die Vorkommen des Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulings und des Eremiten* besitzen überregionale Bedeutung

Die Maßnahmeplanung forciert neben dem Erhalt bzw. der Verbesserung des Zustandes der Offenland- und Waldlebensraumtypen, die Sicherung der Eremithabitate (z.B. durch Erhalt der Brutbäume und durch Neuanpflanzung) sowie den Erhalt und die Herstellung geeigneter Habitate für den Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling.

Besonderheiten

1 integriertes NSG „Kreuzgrund“, 3 festgesetzte FND „Auewald Mutzschener Wasser“, „Leubener Holz“, „Am Döllnitzseedamm“

Ansprechpartner

Jeanine Taut

Projektgalerie

Der Abschnitt der Döllnitz an den Laukenwiesen zwischen Leuben und Saalhausen ist relativ naturnah und unverbaut.

Geophytenaspekt mit Busch-Windröschen (Anemone nemorosa) im Hainsimsen-Buchenwald (LRT 9110) im Oschatzer Stadtwald

Geophytenaspekt der Erlen-Eschen- und Weichholzauenwälder (91E0*) südlich Leuben

Der einzige Hartholzauenwald (LRT 91F0) befindet südlich Leuben an einem abgeschnittenen Altarm der Döllnitz.

In der Habitatfläche südlich Borna wurden die meisten Individuen des Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulings gefunden. Sie befindet sich in einem hervorragenden Erhaltungszustand (A).

Der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Glaucopsyche nausithous) wurde im SCI zwischen Oschatz und Borna in fünf Habitaten nachgewiesen.

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