RANA - Büro für Ökologie und Naturschutz Frank Meyer

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RANA-Projektsteckbrief

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Aktualisierende Schutzwürdigung und Behandlungsrichtlinie (BRL) für das NSG „Rauhes Luch“ und fachgutachterliche Begleitung landschaftspflegerischer Maßnahmen und Einrichtung von Dauerbeobachtungsflächen

Laufzeit

BRL 1999-2000, fachgutachterliche Maßnahme-Begleitung 2002-2003

Auftraggeber

Landkreis Teltow-Fläming, UNB Luckenwalde

Gebietscharakteristik / Projektinhalte

  • eines der ältesten Brandenburger NSG, Übergangsmoor (zentraler Bereich v.a. Hochmoortorf, nasse Randzone und in einigen Ausbuchtungen Niedermoortorf)
  • flächendeckende Biotopkartierung sowie floristische vegetationskundliche und faunistische Untersuchungen, Erarbeitung einer naturschutzfachlich begründeten Ziel- und Maßnahmenkonzeption, wesentlichste Ergebnisse publiziert Otto et al. 2001, Naturschutz und Landschaftspflege in Brandenburg, Heft 2),
  • kleinflächig noch gut ausgebildete hochmoorähnliche Vegetationskomplexe vorhanden, unter anderem im Bereich des „Moorauges“, u.a. torfmoosreiche Bulten- und Schlenkengemeinschaften, in randlich gelegenen und stark verlandeten Handtorfstichen (Rohbodenstandorte) u.a. Weißes Schnabelried, Sonnentau-Arten, Lebermoos Fossombronia foveolata, Stiche auch wertvolle Ersatzhabitate für aquatische Arten, z.B. Zwerg-Igelkolben, Kleiner Wasserschlauch, besonders bedeutsam auch ein kleiner Sumpfporst-Kiefernwald,
  • als tyrphophile, stark an relativ ungestörte Hochmoorflächen gebundene und hochgradig gefährdete Falter-Arten u.a. Heidemoor-Rindeneule, Hochmoorbläuling, Großer Heufalter, sieben in Brandenburg vom Aussterben bedrohte Spinnenarten (mehrheitlich Verbreitungsschwerpunkt in oligo- bis mesotrophen Mooren oder Verlandungszonen von Kleingewässern)
  • Luch aktuell jedoch überwiegend von dichten Pfeifengras-Beständen dominiert, weist auf deutliche Absenkung des Moorwasserspiegels bzw. auf Torfzehrung hin, oberste Priorität daher Wiederherstellung und Sicherung eines optimalen Bodenwasserhaushaltes (im Einzugsgebiet von Nuthe und Nieplitz), bis dahin kurzfristig habitatverbessernde Pflegemaßnahmen innerhalb des Moores erforderlich,
  • dazu in ausgewählten Teilbereichen Gehölzentnahmen (Förderung lichtliebender Moorarten, Reduzierung der Transpiration) und gezielte Anlage/Vertiefung von Handtorfstichen und Senken (Schaffung von Rohbodenflächen bzw. Ersatzstandorten), Flachabtorfung durch Abschieben der Pfeifengrasdecken,
  • Umsetzung der Maßnahmen zwischen Dezember 2002 und April 2003 durch Landschaftspflege-Fachbetrieb,
  • zur Kontrolle der Effizienz bzw. der nachfolgend einsetzenden Vegetationsentwicklung nach Maßnahme-Beendigung Einrichtung von Dauerbeobachtungsflächen (DBF), parallel dazu benachbart jeweils ein im ursprünglichen Zustand belassener Bereich als "Referenzfläche" gekennzeichnet

Ansprechpartner

Berit Otto

Projektgalerie

Rauhes Luch, in der Mitte das Moorauge

Abtragen der Pfeifengrasdecke mit Spezialtechnik

Unmittelbarer Nachpflegezustand

Spontanbesiedlung der Rohböden nach Flachabtorfung

Sonnentau

Neu angelegter Kleintorfstich

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