RANA - Büro für Ökologie und Naturschutz Frank Meyer

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RANA-Projektsteckbrief

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Managementplan für das FFH-Gebiet (SCI) 64E
„Elbtal zwischen Mühlberg und Greudnitz“
und das Vogelschutzgebiet (SPA) 25
„Elbaue und Teichgebiete bei Torgau“
(Landkreis Nordsachsen)

Laufzeit

2008-2010

Auftraggeber

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Gebietsbeschreibung

Der aus dem FFH-Gebiet „Elbtal zwischen Mühlberg und Greudnitz“ (Flächengröße ca. 4.905 ha) und dem EU-Vogelschutzgebiet „Elbaue und Teichgebiete bei Torgau“ (Flächengröße ca. 12.175 ha) bestehende Gebietskomplex liegt im Norden des Freistaates Sachsen, unweit der Landesgrenzen zu Brandenburg im Osten und Sachsen-Anhalt im Norden. Er ist Teil des nordsächsischen Flachlandes und erstreckt sich, dem Gewässerlauf der Elbe folgend, in Südost-Nordwest-Richtung. Zusammen nehmen SCI und SPA eine Fläche von etwa 12.338 ha ein.

Projektinhalte

Im Rahmen der Managementplanung erfolgen 2008 und 2009 die flächenkonkrete Erfassung und Bewertung der FFH-Lebensraumtypen und der Habitate der Anhang-II-Arten sowie die Ableitung von Erhaltungs- und Entwicklungsmaßnahmen und die Abstimmung ihrer Umsetzung mit den Flächennutzern. Für das FFH-Gebiet sind 14 Lebensraumtypen gemeldet, darunter die für Sachsen bedeutenden LRT 3270 (Flüsse mit Schlammbänken), 6240* (Steppen-Trockenrasen), 6440 (Brenndoldenauenwiesen) und 91F0 (Hartholzauenwälder).

Weiterhin wurden 16 Arten des Anhangs II für das SCI gemeldet, darunter allein acht Fisch- und Rundmaularten, wie z.B. Flussneunauge (Lampetra fluviatilis), Bachneunauge (Lampetra planeri), Schlammpeitzger (Misgurnus fossilis), Lachs (Salmo salar), Rapfen (Aspius aspius) und Stromgründling (Romanogobio belingi). Landesweit bedeutsam sind außerdem die Vorkommen der Rotbauchunke (Bombina bombina), der Teichfledermaus (Myotis dasycneme), von Fischotter (Lutra lutra) und Biber (Castor fiber) sowie von Heldbock (Cerambyx cerdo) und Eremit (Osmoderma eremita).

Unter den für das SPA gemeldeten Vogelarten des Anhangs I seien nur beispielhaft die Vorkommen von Rohrdommel (Botaurus stellaris), Rohrweihe (Circus aeruginosus), Schilfrohrsänger (Acrocephalus schoenobaenus), Kranich (Grus grus), Eisvogel (Alcedo atthis), Wachtelkönig (Crex crex), Grauammer (Miliaria calandra), Raubwürger (Lanius excubitor) und Sperbergrasmücke (Sylvia nisoria) genannt.

Besonderheiten

In den Gebietskomplex eingebunden sind die Naturschutzgebiete „Alte Elbe Kathewitz“, „Großer Teich Torgau“ und „Prudel Döhlen“.

Ansprechpartner

Thoralf Sy

Projektgalerie

Elbaue bei Torgau

Elbaue bei Repitz (nördlich Torgau)

„Großer Teich Torgau“ (rechts hinten), „Gehegeteich“ und Teiche bei Bennewitz (links)

Altwasser östlich von Torgau

Naturdenkmal „Wildbirnenheger“ bei Repitz

Der Heldbock (Cerambyx cerdo) besitzt im Riesa-Torgauer Elbtal seinen sächsischen Verbreitungsschwerpunkt.

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