RANA - Büro für Ökologie und Naturschutz Frank Meyer

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RANA-Projektsteckbrief

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Monitoring mittelhäufiger Brutvogelarten in Sachsen-Anhalt

Laufzeit

2007-2011

Auftraggeber

Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, Staatliche Vogelschutzwarte Steckby

Projektinhalte

Seit 2007 koordiniert das Büro RANA im Auftrage der Vogelschutzwarte das landesweite „Monitoring mittelhäufiger Brutvogelarten“. Dieses versteht sich als Ergänzung zu den bundesweit laufenden Monitoring-Programmen häufiger und seltener Arten und berücksichtigt derzeit die Lebensräume

  • Röhrichte und Gewässer sowie
  • Feuchtgrünländer.

Das Monitoring zielt darauf ab, für eine Zahl von mindestens 25 über das Land Sachsen-Anhalt verteilten Gewässer-/Röhricht- und 20 Feuchtgrünlandlebensräumen ausreichender Größe repräsentative Aussagen zur Bestandsentwicklung der hier lebenden Vogelarten mittlerer Häufigkeit zu gewinnen.

Die Aufgaben des Projektbüros erstrecken sich hierbei auf:

  • die Auswahl und digitale Abgrenzung potenziell geeigneter Monitoringflächen,
  • die Gewinnung ehrenamtlicher Mitarbeiter,
  • die Ausstattung der Mitarbeiter mit Erhebungsbögen, Kartenmaterial und Angaben zur Erfassungsmethodik,
  • das Einsammeln und Prüfen der Datenrückläufe sowie die Überführung in die projektspezifische Access-Datenbank und
  • die Auswertung der Daten und das Erstellen von Projektberichten.

Das Monitoring liefert wichtige Bestandsangaben zu Arten, welche aufgrund ihrer Seltenheit und schwierigen Erfassbarkeit im Zuge der normalen Exkursionstätigkeit oft unzureichend erfasst werden. Gleichzeitig ist es möglich, mit der Bearbeitung einer vergleichsweisen kleinen Zahl von Monitoringflächen repräsentative Aussagen zur Entwicklung der Landesbestände vieler Arten machen zu können.

Von besonderem Interesse sind im Grünland bspw. die Arten Großer Brachvogel, Wachtelkönig, Kiebitz und Bekassine. In den Gewässerlebensräumen stehen zahlreiche Wasservogelarten und Röhrichtbrüter im Fokus (Lappentaucher, Enten, Rallen, Dommeln, Blaukehlchen, Rohrsänger), unter denen sich zahlreiche seltene und im Anhang I der Vogelschutzrichtlinie aufgeführte Arten befinden.

Neben der Ermittlung der Gesamtrevierpaarzahl werden in den Monitoringflächen die Revierstandorte oft punktgenau erfasst. Die von vielen Projektmitarbeitern gelieferten Angaben zum Bruterfolg und zu den aktuell wirkenden Gefährdungsfaktoren tragen dazu bei, dass das Monitoring auch wichtige Informationen zur ggf. erforderlichen Anpassung des Gebietsmanagements liefert.

Für die Einschätzung von Bestandstrends und des landesweiten Gefährdungsstatus sind standardisiert, unter Beachtung der artspezifischen Erfassungshinweise (Südbeck et al. 2005) durch Revierkartierung und Linientaxierung gewonnene Daten essentiell. Ebenso können gebietsspezifisch erhobene Daten eine wichtige Grundlage für die Schutzwürdigkeit und -bedürftigkeit oder die Bewertung von Eingriffsvorhaben darstellen.

Ansprechpartner

Martin Schulze

Projektgalerie

Lage und Bezeichnung der Monitoringflächen

Kuhrieth am Helmestausee - Monitoringfläche Grünland

Bestandsentwicklung ausgewählter Grünlandarten

Wallendorfer See - Monitoringfläche Gewässer und Röhrichte

Eingabemaske der Access-Datenbank

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